Isländisch ist eine wunderschöne und schwere Sprache. Es ist unbestritten die schwerste, mit Faröisch zusammen, Sprache von den skandinavischen. Allerdings ist es wiederum äußerst interessant, weil sich diese Sprache über Jahrhunderte hinweg so gut wie gar nicht verändert hat und ein Isländischsprecher selbst die ältesten Texte nahezu problemlos verstehen kann. Einzig die Aussprache hat sich ziemlich gewandelt. Isländisch ist in der Tat eine Herausforderung, es hat noch viele Kasus, selbst im Nominativ, und reiche Formenparadigma. Mein großer Traum ist es allerdings im Sommersemester 2014 ein halbes Jahr nach Island zu gehen, für ein Praktikum oder ein richtiges Auslandssemester und dort meine Sprachkenntnisse bis zum Level B1.2 wenn nicht sogar B2 zu verbessern. Bisher kann ich nur A1.1 bis A1.2 sprechen, ich habe aber vor, bis zum Auslandssemester noch einige Vorarbeit zu leisten, damit ich da nicht von null anfangen muss. Die Herausforderung wird es wahrscheinlich, die Isländer dazu zu bringen, Isländisch mit mir zu sprechen anstatt Englisch. Daher muss ich vorher schon gute Sprachkenntnisse vorweisen, sonst ist der Unmut groß, wenn Isländer mit mir reden.
Bisher arbeite ich vordergründig mit dem Teach Yourself Buch für Isländisch. An sich ist das Buch nicht schlecht, allerdings sind mir die Dialoge und Texte weitaus zu kurz – meist bestehen sie nur aus zwei bis drei Wortwechsel und das war es dann. Ich brauche mehr Input und lese daher nebenbei immer ‘Colloquial Icelandic’, wo man mehr Ausdrücke und Wörter lernt und vor allem mehr Texte kredenzt bekommt. Ich habe auch noch ein älteres Langenscheidt-Buch für Isländisch, mit dem ich mich allerdings noch nicht so sehr auseinander gesetzt habe. Ich werde es wohl bald angehen müssen, mich ernster mit dieser Sprache zu beschäftigen, wenn ich bis zum Sommersemester 2014 mindestens A2.2 vorweisen will. Ich werde mich daher wahrscheinlich mit allen Lehrbüchern gleichzeitig beschäftigen und nebenbei leichtere Kindergeschichten lesen.